Verfügbarkeit prüfen

Die wahre Geschichte der Familie Trapp

Wie aus Realität Fiktion wurde

Ob man nun das Musical oder den Film meint, Sound of Music steht für einen beispiellosen Erfolg und bringt bis heute einen enormen Werbewert für Salzburg und seine Umgebung. In der angloamerikanischen Welt kennt jedes Kind die Filmgeschichte der Familie Trapp. Ganz anders beim deutschsprachigen Publikum. Zu kitschig, zu entrückt von der Realität sei die Geschichte. Wie spielte sich also der Werdegang der Musikerfamilie Trapp tatsächlich ab und was wurde im Film verändert? 

Die Gründung der Familie Trapp

Die Mozartstadt Salzburg mit der Festung im Hintergrund
Die Mozartstadt Salzburg

Die Geschichte der Familie Trapp begann im Jahr 1911 mit der Heirat des Marineoffiziers Baron von Trapp mit seiner ersten Frau, Agathe Whitehead. Mit den beiden Erstgeborenen wohnte die Familie in Zell am See, musste jedoch aus Platzproblemen aufgrund neuerlichen Nachwuchses mehrmals umziehen. 1922 erlag Agathe einer Scharlacherkrankung und die inzwischen achtköpfige Familie übersiedelte drei Jahre später nach Salzburg in die Villa Aigen.

Hier beschloss Baron von Trapp, sich eine Gouvernante in den Haushalt zu holen. So kam Maria Augusta Kutschera, zuvor Novizin im Kloster Nonnberg, in die Familie und wurde zwei Jahre später die Ehefrau des Barons. An dieser Stelle setzt die Geschichte des Films ein. Aufgrund ihrer Musikbegeisterung und aus einer finanziellen Not heraus gründete Maria von Trapp mit den Kindern einen Familienchor. Nach dem Sieg bei einem Chorwettbewerb der Salzburger Festspiele folgte der erste Auftritt bei einem Radiokonzert.

Große Erfolge in den USA

Nach dem Anschluss Salzburgs emigrierte die Familie in die USA, wo sich die Trapps dank ihrer erfolgreichen Konzerttournee als Trapp Family Singers eine Farm in Stowe, Vermont kaufen konnten. 1952 schrieb Maria von Trapp die Familiengeschichte nieder („Vom Kloster zum Welterfolg“), die 1959 von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein als Broadway-Musical adaptiert wurde. Sechs Jahre später (1965) brachte die Musicalverfilmung von Sound of Music den 20th Century Film Studios einen großen Triumph ein: 10 Oscar-Nominierungen, davon 5 gewonnen und ein weltweites Milliardenpublikum.

Unterschiede zwischen Film und Realität

Die Rezeption von Sound of Music im deutschsprachigen Raum war dagegen alles andere als lobend. Kritik gab es an der Darstellung des Barons von Trapp, der im Film zum herrischen Tyrannen gemacht wurde, aber auch an den Drehorten. Während die Flucht im Film als Nacht- und Nebel-Aktion dramatisiert wurde und den Anschein erweckte, als flöhe die Familie über den Untersberg direkt in die Schweiz, so emigrierten die Trapps in der Realität ganz geordnet ausgehend vom Bahnhof Aigen nach Italien und weiter in die USA. Die Film-Villa der Familie Trapp wiederum setzte sich aus mehreren Drehorten zusammen, da die neuen Bewohner der originalen Villa eine Drehanfrage ablehnten. Stattdessen wurde in Schloss Leopoldskron und Schloss Frohnburg gefilmt.

Der Film deckt ausschließlich das Leben der Familie in Salzburg ab und endet mit der Flucht vor dem Naziregime. Zudem wurde die Handlung komplett ins Jahr 1938 verlegt. Infolgedessen weichen nicht nur die Namen der Kinder, sondern auch deren Alter von der realen Vorlage ab.

Salzburgs malerische Altstadt und seine Umgebung könnte schon bald auf Ihrem Urlaubsplan stehen: Fragen Sie noch heute unverbindlich ein Zimmer im Herzen Salzburgs an

GuestAdvisor